Wasserstoffperoxid Zähne aufhellen: Schnell und effektiv

Peroxid MundspülungEs wird gerne als Bleichmittel (Bleaching) eingesetzt. Mit Wasserstoffperoxid Zähne aufhellen ist eine günstige, aber effektive Methode, um weißere Zähne zu bekommen.

Peroxid ist oft auch in anderen Bleachingprodukten, wie in White Strips enthalten. Aber auch beim Zahnarzt wird Wasserstoffperoxid zum Bleichen der Zähne eingesetzt.

Mit Wasserstoffperoxid Zähne bleichen: Geht das?

Ja, kann man. Wie du das machst, erkläre ich in diesem Artikel. Jedoch solltest du dir schon jetzt bewusst sein, dass Wasserstoffperoxid auch schädlich für die Zähne sein kann. Wenn man es richtig anwendet, passiert in der Regel nichts. Man kann es also ruhig verwenden.

Auf lange Dauer sollte man es aber nicht anwenden. Wenn man es immer wieder über längere Zeiträume anwendet, kann es sich auch schädlich auf die Zähne auswirken. In welchem Ausmaß dies sein kann, können wir aber nicht sagen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du dir das peroxidfreie Gel für die Zahnaufhellung mal anschauen.

Was ist Wasserstoffperoxid überhaupt?

Wasserstoffperoxid ist ein altbekanntes Hausmittel. Auch bekannt als H2O2. Es wurde früher selbst hergestellt. Heutzutage macht das aber kaum noch jemand selbst.

Dabei handelt es sich um eine farblose und ungiftige Flüssigkeit aus Wasserstoff und Sauerstoff. Insgesamt handelt es sich dabei um eine leichte Säure. Deshalb wird es besonders gerne als Bleich– und Desinfektionsmittel eingesetzt.

Erhältlich ist es auch in der Apotheke. Allerdings nur in einer 3-prozentigen Lösung. Alles, was höher dosiert ist, würde die Zähne zu stark belasten. Die einzige Ausnahme: Der Zahnarzt darf eine höhere Lösung verwenden, weil er eine Zulassung dafür hat und auch weiß, wie man eine solche Lösung richtig anwenden muss.

Welche Wirkung hat Wasserstoffperoxid auf Haut, Augen und Körper?

In die Augen sollte die Flüssigkeit jedenfalls nicht! Es reizt und wirkt ätzend auf AugenHaut und Schleimhäute. Auch beim Einatmen können Schäden entstehen, besonders in Lunge und Speiseröhre. Schluckt man Wasserstoffperoxid, kann es zu Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Durchfall, Krämpfe oder Kreislaufstörungen kommen. Dasselbe gilt, wenn die Flüssigkeit generell in die Blutbahn gerät. Wie stark die Auswirkung ist, hängt von der Menge und der Konzentration ab.

Kauft man nur die 3-prozentige zugelassene Lösung, ist ein Hautkontakt in der Regel völlig unbedenklich. Ja, es kann sogar gegen Pickel und Akne helfen. Richtig angewendet, treten auf der gesunden Haut aber keine Nebenwirkungen auf.

In die Augen sollte es aber auf keinen Fall. Man sollte jeden Augenkontakt vermeiden!

Zähne mit Peroxid aufhellen oder doch lieber nicht?

Auch wenn man selbst mit Wasserstoffperoxid Zähne bleichen kann, rate ich davon ab! Auch wenn einige Bleachingprodukte nur geringe Mengen an Peroxid enthalten.

Peroxid gibt es als Gel-Mischung (Wasserstoffperoxid Gel) oder als flüssige Spülung für den Mund.

Wenn man Wasserstoffperoxid falsch anwendet, kann man dadurch das Zahnfleisch reizen oder im schlimmsten Fall sogar verätzen. Dazu weiter unten mehr.

  • Wasserstoffperoxid Gel: Dabei handelt es sich oft um Whits Strips. Es ist schwierig, das Gel nur auf die Zähne zu behalten. Gerade bei Gels dauert eine Behandlung etwa 20 bis 40 Minuten lang. In dieser Zeit kann auch das Zahnfleisch mit dem Gel in Kontakt kommen, was man später durch leichtes Brennen des Zahnfleisches spüren kann. Je länger man eine Behandlung durchführt und je höher dosiert das Peroxid ist, desto schneller besteht die Gefahr einer Verbrennung des Zahnfleisches.
  • Wasserstoffperoxid Mundspülung: Mit Peroxid kann man auch Mundspülungen machen, was dann Mund und Zahnfleisch desinfiziert. In der richtigen Dosis und der richtigen Anwendungszeit (kurze Mundspülung) wirkt es tatsächlich desinfizierend und trägt so zur Zahnfleischpflege bei. Bei Bleaching Gelen hingegen kann es zu leichten Verbrennungen kommen, weil man das Gel bis zu 40 Minuten lang im Mund hat. Spülungen wendet man aber in der Regel nur über Sekunden an, so, dass das Zahnfleisch nur kurzen Kontakt mit dem Peroxid hat. Nur bei einer zu hohen Konzentration kann es ätzend wirken. Bei der ersten Anwendung sollte man Peroxid deshalb am besten verdünnen (50 % Wasser und 50 % Peroxid) und zuerst schauen wie man es verträgt.

Ein weiterer Grund auf Peroxid zu verzichten ist, weil man es so nicht in Augen bekommen kann und man es auch nicht aus versehen schlucken kann.

Zerstört Wasserstoffperoxid den Zahnschmelz?

Zahn, ZahnschmelzDer Zahnarzt verwendet es laut meiner Recherche beim Bleaching selbst. Und das in einer höheren Konzentration als 3 %. Das heißt aber nicht, dass Peroxid den Zahnschmelz nicht angreifen kann. Immerhin handelt es sich dabei um eine Säure.

Zumindest löst Peroxid die Verfärbungen der Zähne. Dürfen wir unserem logischen Menschenverstand benutzen, können wir davon ausgehen, dass Peroxid den Zahnschmelz nur minimal angreift. Denn sonst wäre es in der Medizin wahrscheinlich nicht zulässig. Anders sieht es bei der langfristigen Benutzung von Peroxid aus. Hier kann die häufige Anwendung den Zahnschmelz angreifen und auf Dauer beschädigen. Zusätzlich kommt es darauf an, in welcher Konzentration man es anwendet.

Um sicher zu bleiben, sollte man den Gebrauchsanweisungen folgen oder in der Apotheke nachfragen.

Bei einer langfristigen Nutzung, zum Beispiel von Peroxid-Mundspülungen handelt der Anwender immer auf eigene Gefahr.

Wann sollte man auf Peroxid verzichten?

Verzichten sollte man auf Peroxid immer dann, wenn man starke Entzündungen, Zahnfleischbluten oder sonstige Beschwerden im Mundbereich hat. Gesunde Zähne und Zahnfleisch sind wichtiger als weiße Zähne! Allerdings kann man bei Entzündungen eine mit Wasser verdünnte Lösung (0,3 %) als Spülung verwenden. Bei stärkeren Entzündungen und Beschwerden sollte man sowieso zum Zahnarzt und kann dort nach der Verwendung von Peroxid nachfragen.

Auch wenn du weißt, dass du Karies hast oder bereits beschädigtes Zahnschmelz, gilt: Finger weg!

Zähne bleichen mit Peroxid: Mach das am besten so

  1. Entweder tunkt man die Zahnbürste in etwas Peroxid und putzt damit vorsichtig die Zähne. Aber nicht schrubben, sondern sanft putzen.
  2. Man mischt das 3-prozentige Peroxid mit Wasser (beides zu 50 Prozent) und verwendet es als Mundspülung. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass es auch Mundgeruch hilft.
  3. Zahnpasta mit Wasserstoffperoxid: Man mischt einen Teelöffel Peroxid mit etwas Zahnpasta. Die Zahnpasta sollte dann aber nicht dazu benutzt werden, um alle Zähne auf einmal zu putzen. Die hinteren Backenzähne müssen nicht weiß sein, da sie sowieso nie zum Vorschein kommen. Man sollte nur die Zähne putzen, die man auch wirklich bleichen möchte. So werden die anderen Zähnen nicht mit belastet.

Mundspülung mit Wasserstoffperoxid

Wir haben immer wieder festgestellt, dass Mundspülungen mit Wasserstoffperoxid gefragt sind. Und das gibt es auch. Mit der Mundspülung von Odol-med kann man sich die Zähne spülen und gleichzeitig einen frischen Atem mit einen aufhellenden Zahneffekt erhalten.

Eine Mundspülung ist aber überhaupt nicht nötig. Für den gleichen Preis bekommt man nämlich die doppelte Menge von dem 3-prozentigem Wasserstoffperoxid. Die Bewertung ist teilweise sogar höher. Dabei hat normales Wasserstoffperoxid dieselben Eigenschaften. Das heißt, dass man auch damit einen frischen Atem bekommt und Mundgeruch vorbeugen kann.

Ob es nun die Mundspülung oder nur das Peroxid ist, bleibt aber jedem selbst überlassen.

Wasserstoffperoxid bei Zahnfleisch

Bei Zahnfleischentzündungen und akuten Beschwerden sollte man niemals eine zu hochdosierte Wasserstoffperoxid-Lösung benutzen. Bei Beschwerden hilft Peroxid sehr gut. Aber man sollte hier das Peroxid auf 0,3 % verdünnen und dann damit 30 Sekunden lang den Mund spülen.

Reagierst du empfindlich auf die Lösung, solltest du sie noch mehr verdünnen. Bei 0,3 % wird das mit dem Zähne bleichen aber nichts. Aufhellende Effekte treten erst ab einer Lösung von etwa einem Prozent auf.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Leave a Reply

Ich akzeptiere